Burnout: Mit Vollgas gegen die Wand

Burnout - Nichts geht mehrBurnout wird in der Internationalen Klassifikation der Erkrankungen (ICD-10) als „Ausgebranntsein“ und „Zustand der totalen Erschöpfung“ mit dem Diagnoseschlüssel Z73.0 erfasst. Er gehört zum Abschnitt Z73 und umfasst „Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung“. Nach dieser Einstufung ist der Burnout eine Rahmen- oder Zusatzdiagnose und keine Behandlungsdiagnose, die zum Beispiel die Einweisung in ein Krankenhaus ermöglichen könnte. Dagegen ist die Feststellung einer Depression eine Behandlungsdiagnose. (Quelle: Wikipedia1 )

Das Burnout-Syndrom zeigt sich im Wesentlichen in drei Formen

  • einer sogenannten „Depersonalisierung“, was sich als Symptom in Form von Gleichgültigkeit, Zynismus und Distanz äußert
  • in einer emotionalen Erschöpfung, was sich als Symptom in Form von Reizbarkeit, Anspannung und Antriebsschwäche zeigt
  • und in einem weitreichenden Erleben von Misserfolgen, welches dazu führt, dass wir die Sinnhaftigkeit unseres Handelns in Frage stellen oder uns noch mehr anstrengen, um den Anforderungen gerecht zu werden. Ein Teufelskreis entsteht.

Ein Burnout erfolgt in Phasen und Menschen wie Herbert Freudenberger2 haben diese wie folgt beschrieben:

  • Drang, sich selbst und anderen Personen etwas beweisen zu wollen
  • extremes Leistungsstreben, um besonders hohe Erwartungen erfüllen zu können
  • Überarbeitung mit Vernachlässigung persönlicher Bedürfnisse und sozialer Kontakte
  • Überspielen oder Übergehen innerer Probleme und Konflikte
  • Zweifel am eigenen Wertesystem sowie an ehemals wichtigen Dingen wie Hobbys und Freunden
  • Verleugnung entstehender Probleme, Absinken der Toleranz und Geringschätzung anderer Personen
  • Rückzug und dabei Meidung sozialer Kontakte bis auf ein Minimum
  • offensichtliche Verhaltensänderungen, fortschreitendes Gefühl der Wertlosigkeit, zunehmende Ängstlichkeit
  • Depersonalisierung durch Kontaktverlust zu sich selbst und zu anderen Personen; das Leben verläuft zunehmend funktional und mechanistisch
  • innere Leere und verzweifelte Versuche, diese Gefühle durch Überreaktionen zu überspielen wie beispielsweise durch Sexualität, Essgewohnheiten, Alkohol und andere Drogen
  • Depression mit Symptomen wie Gleichgültigkeit, Hoffnungslosigkeit, Erschöpfung und Perspektivlosigkeit
  • erste Gedanken an einen Suizid als Ausweg aus dieser Situation; akute Gefahr eines mentalen und physischen Zusammenbruchs.

Die einzelnen Phasen können dabei ineinander greifen, sich überschneiden oder auch überhaupt nicht auftreten. Ich führe diese Phasen deshalb hier auf, damit jeder eine Idee davon bekommen kann, in welchen der Phasen man beim Lesen zustimmend nicken würde, als Bekenntnis dafür, dass man dies selbst aktuell erlebt oder in der Vergangenheit schon einmal erlebt hat.

Wie sehr unsere Gesellschaft von Burnout betroffen ist zeigt folgende ARTE-Doku. Wie sehr Sie selbst davon betroffen sind können Sie über einen Selbsttest hier3 oder auch hier4 herausfinden.

Arte DOKU: Gegen die Wand – Rätsel Burnout, die überforderte Gesellschaft

 

  1. https://de.wikipedia.org/wiki/Burnout-Syndrom []
  2. http://de.wikipedia.org/wiki/Herbert_Freudenberger []
  3. https://www.psycheplus.de/selbsttest/burnout []
  4. https://www.tk.de/tk/stress/stresstests/test-wie-gestresst-sind-sie/36324 []

Über den Autor

Mario Herold

Mario Herold ist Jahrgang 1962. Er unterstützt Menschen bei der positiven Lebensgestaltung u.a. durch Meditation und Bewusstseinsentwicklung. Er bietet Methoden und Werkzeuge zur Verbesserung der Lebensqualität und gibt Impulse für Veränderung & Wachstum. Er ist IT-Experte, Coach und digitaler Entrepreneur.

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